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this is the website documenting my thesis work for the bachelor in arts at the faculty of design and arts bozen-bolzano, italy.
the working theme is the www, the digitalisation and the 'digital humanities'. please follow here the steps towards my final presentation and my afterwork and -words. /// www.viktormatic.com

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Theme


Wir befinden uns in einem schnelllebigen, vernetzten und multidimensionalen “Echtzeit”-Dasein. Täglich setzen wir uns mit digitalen Informationen auseinander, welche wir sowohl passiv als auch aktiv wahrnehmen. Es manifestiert sich bereits der Ausdruck “Internet der Dinge”. Alles und jeder generiert Daten welche digital gehortet und verwertet werden. Wir bilden dabei immer mehr ein digitales Abbild unserer Umwelt (Google Earth, Augmented Reality), unserer Selbst und unserer Beziehungen (Social Media).


Die Zeit als wichtigster Faktor für die Ausseinandersetzung mit Informationen führt zu Oberflächlichkeiten, bei denen Inhalte und Kontexte immer banaler erscheinen. Ebenso driften wir in eine “Remix”-Gesellschaft, in der die Authentizität und Originalität von Inhalten nicht mehr klar ersichtlich ist. Innerhalb dieser Entwicklung fehlt ebenfalls eine räumliche und greifbare Komponente.


In meiner Laureatsarbeit möchte ich mich deshalb mit der Digitalisierung und ihren Folgen auseinandersetzen. Dabei ist das Ziel, Problematiken und Dimensionen dieser Entwicklung visuell-räumlich erfahrbar zu machen. Daten zu “filtern”, zu remixen oder einzuordnen, sie als kreatives Instrument und Material zu sehen und mit ihnen analoge Formen zu schaffen.


Arbeitstitel: “Form follows Data”
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http://en.wikipedia.org/wiki/Research


Ab dem 14. März 2011, dem Tag der Themenformulierungs-Abgabe habe ich versucht mich in dieses sehr vage, schwer greifbare Thema einzuarbeiten. Es folgten mehr als zwei Monate Ausseinandersetzung mit der “Digitalisierung”, unserem Zeitgeist und den damit zusammenhängenden Folgen.


Unmengen an Texten, Links, Bildern, Statistiken, Vorträgen, Interviews und Videos/Filmen wurden gesichtet, erste Skizzen wurden erstellt, eine bestmögliche Reflektion gesucht. Das Thema habe ich in mich aufgesogen wie ein Schwam und war deshalb zu einem bestimmten Zeitpunkt in einer ebenso großen Dunstwolke wie die aktuelle digitale Entwicklung selbst.


Problematiken und Dimensionen dieser Entwicklung visuell-räumlich erfahrbar zu machen und auf eine Objektebene runterzubrechen war mein Ziel. Deshalb versuchte ich nun das Thema soweit es möglich war auf ein vernünftiges Maß einzugrenzen. Ausgegangen war ich von dem Punkt, dass eine große Umbruch-Entwicklung stattfindet, welche ich irgendwie aufzeichnen und reflektieren wollte. Oder bereits Geschehenes sichtbar machen? Oder Problematiken in Objekten wiederspiegeln? Es war mir wohl nicht mehr klar.


Ich zeige hier exemplarisch einige interessante Funde zum Thema bevor ich dann auf meine Vertiefungspunkte eingehe.